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Vodafone TV
Vodafones Video-Angebot auf Herz und Nieren geprüft

(Image)Die Telekom hat lange Zeit ihr IPTV Angebot "Entertain" unzureichend gepflegt und Vodafone TV indirekt zu einem echten Konkurrenten gemacht. So hatte die Telekom Anfangs nicht einmal die Privatsender in HD, während nun bei Vodafone nahezu alle gängigen Privat- und Spartensender in brillanter HD-Qualität ausgestrahlt werden. Ob sich dies nur in der Theorie so gut anhört oder ob Vodafone ein Geniestreich gelungen ist, erleuchte ich in diesem Artikel.
IPTV ist schon längst keine Sparte mehr, sondern bahnt sich ungehindert seinen Weg in die deutschen Wohnzimmer. So ist es meist für sehr wenig Geld in Verbindung mit einem DSL-Vertrag verfügbar und wird ständig erweitert. Empfangsschwierigkeiten durch Wetterverhältnisse wie bei Satellit oder DVB-T gehören damit der Vergangenheit an und meist ist eine Online Videothek gleich integriert. So ist der Lieblingsfilm am Abend schnell und unkompliziert, über die Telefonrechnung bezahlt, abrufbar. Ideal für spontanen Besuch oder gemeinsame Filmentscheidungen vom Sofa aus.

Unser erster Blick gilt der Senderauswahl, die umfangreicher kaum sein könnte.(Image) So sind durchweg bei Vodafone TV alle Privatsender, von Sat.1 über Pro7 bis hin zu sixx, in HD verfügbar. Auch nahezu alle öffentlich-rechtlichen Programme stehen in dieser Qualität zur Verfügung, wie zum Beispiel ARD, ZDF oder sogar zdf.neo und Arte. Das Angebot wird stets erweitert, was Vodafone in der Vergangenheit recht zuverlässig bewiesen hat. Satte 29 HD-Sender, alle im Basispaket abrufbar und eine Vielzahl an SD-Sendern machen Satelliten-TV eine ernsthafte Konkurrenz. In diesem Punkt gibt es nur ein einziges Manko: Sender in den Pay-TV Paketen werden leider alle nur in SD ausgestrahlt.

Für Leute mit besonderen Geschmäckern gibt es verschiedene Programmpakete. So gibt es für fremdsprachige Mitbürger polnische, russische und türkische Pakete als zubuchbare Option.(Image) Ferner gibt es das Filmpaket mit sechs Sendern, unter anderem 13th Street oder Kinowelt.tv und monatlich 100 Top Filmen (allerdings fest vorgegebene Titel) in der Video-on-Demand Videothek völlig umsonst. Das LoungePaket enthält zehn weitere Sender, unter anderem MTV, Fox, TNT Serie und RTL Crime, darüber hinaus gibt es alle vorhandenen Serien in der Vodafone Videothek umsonst abzurufen. Für die Kleinen gibt es das KinderPaket mit dem Disneychannel und für Entdecker und Interessierte auch ein DokuPaket, welches zum Beispiel Animal Planet, Discovery Channel und auch Dokumentationen aus der Videothek umfasst. Die optionalen Pakete schlagen monatlich, je nach Paket, mit 5-15 Euro zu Buche, was, gemessen an der gebotenen Leistung, ein fairer Preis ist.

Betrachten wir nun die Hardware genauer.(Image) Man bekommt eine schicke, in schwarz-weiß gehaltene, Set-Top-Box nach Hause geliefert, die sehr dezent aussieht und optisch einfach überall hin passt. Hersteller ist, wie bei fast allen Vodafone Endgeräten, der chinesische Elektronikkonzern "Huawei". (Image)Die Box verfügt über einen Festplattenschacht mit bereits eingebauter 320GB Festplatte, drei USB Eingängen (einer davon frontseitig) und allen wichtigen Ausgängen (HDMI, Digital-Out, LAN, Scart, Audio-Out). Das Besondere an der Box ist, dass sie mit anderen Empfangsarten kombinierbar ist. So verfügt sie ferner über zwei Satelliteneingänge und einen Antenneneingang.(Image) Man hat somit ein Gerät für alle Übertragungsarten. Hardwaretechnisch wurde in die Zukunft gedacht, denn die Hardware könnte bereits mehr, leider lässt die Firmware das (noch) nicht zu. So sind die 3 USB-Eingänge noch gänzlich unbenutzt. Das Display der Box zeigt immer den aktuellen Sender und Vorgang an, zum Beispiel in welchem Menü man sich befindet und ob gerade etwas aufgenommen wird.

Das übersichtliche und dezent gehaltene Konzept findet man auch bei der Fernbedienung.(Image) Diese verfügt unter anderem über ein alphanumerisches Tastenfeld, Pfeiltasten in alle Richtungen, Aufnahme- und Abspieltasten, sowie vier beschriftete Aktionstasten (Details, Optionen, Tipps und Favoriten). Der Druckpunkt und die Tastengröße sind genau richtig, ebenso wie das Gewicht und die Haptik. Allemal besser als häufig anzutreffende, überladene Fernbedienungen.

Beleuchten wir nun das Wichtigste: Die Bedienbarkeit im Alltag. Das On-Screen-Menü (OSD) ist durchaus intuitiv und sehr übersichtlich gestaltet. Anfangs gab es Firmwareseitig viele Probleme und Vodafone hat über einen sehr langen Zeitraum die Kunden vertröstet, aber das gehört längst der Vergangenheit an. Mit dem neuesten Firmwareupdate ist der Programmguide innerhalb von Sekunden nach Start geladen, was vorher bis zu 5 Minuten gedauert hat. Die Firmware basiert auf einem Linuxkern, weswegen der Bootvorgang einige Zeit in Anspruch nimmt. (Image) Das wichtigste Tool ist das Quick-Menü. Durch Hoch- und Herunterschalten kann man bereits erfahren, was auf dem nächsten Sender läuft, ohne das Programm wechseln zu müssen. Mit Links und Rechts erfährt man, was auf dem jeweiligen Sender als Nächstes läuft oder davor gelaufen ist. Die Reaktionsgeschwindigkeit ist mittlerweile sehr gut, wenn auch mit seltenen Aussetzern.(Image) Als Nächstes wäre das EPG zu erwähnen. Heutzutage schon ein Standard bei digitalen Receivern, mangelt es meist an der Übersicht. Auch hier wurde einiges mit dem letzten Major-Update verbessert. So sieht man durch einen durchgezogenen, leuchtenden Strich immer genau, wie weit die Sendung schon fortgeschritten ist. Man hat immer alles gut im Blick und durch das Drücken der "Detail"-Taste auf der Fernbedienung, erfährt man mehr über die jeweilige Sendung. Unten links wird weiterhin das aktuelle Programm als Bild-in-Bild eingeblendet.(Image) Drückt man nun nochmals die Vodafone-Taste auf der Fernbedienung, landet man einen Schritt weiter und zwar in der Videothek. Auch diese ist, wie man auf dem Bild erkennen kann, übersichtlich gestaltet. Allerdings reagiert die Videothek oftmals etwas träge auf Eingaben, was manchmal sehr ärgerlich ist. So kann es vorkommen, dass man zum Beispiel auf "Filme" drückt, nichts passiert, man nochmals bestätigt und irgendwas plötzlich angewählt hat. Wählt man nun nochmals die Vodafonetaste, landet man eine Instanz weiter im Media-Center. (Image)Hier findet man eine Auflistung aller aufgenommener Sender. War es bis zuletzt nicht möglich, private HD-Sender aufzunehmen, wurde dies mit dem neuesten Firmwareupdate nun endlich freigeschaltet. So kann man sich besonders interessante Dokumentationen oder auch den Lieblingsfilm unkompliziert speichern. Eine Übertragung auf den PC ist aber dennoch nicht möglich. Den letzten Menüpunkt, per erneutem Druck auf die Vodafonetaste, ist das Einstellungsmenü. Hier lassen sich die verschiedensten Dinge, wie zum Beispiel das Bildformat, das Audioformat und die Senderliste einstellen.

Gehen wir nun weiter auf die Videothek ein.(Image) Hier bezahlt man bequem direkt über seine Telefonrechnung und hat die Auswahl zwischen verschiedensten Filmen, Serien und Dokumentationen. Auch an Aktualität fehlt es nicht. So ist das erst am 12.07.2012 auf Bluray und DVD erschienene "Underworld: The Awakening" bereits jetzt in HD für 4,99 Euro (24 Stunden) verfügbar. Von sechs Stichproben waren vier Filme verfügbar. Unter anderem die komplette Harry-Potter Serie und Bad Boys. Einiges von bestimmten Verleihern ist allerdings nicht verfügbar, da es keine Verträge mit diesen gibt. Zum Beispiel The Expendables oder die Pate-Trilogie. Das Angebot ist aber insgesamt sehr umfangreich und neue Filme sind blitzschnell auch dort verfügbar. Perfekt für den spontanen Filmgenuss. Die Preise orientieren sich dabei an den üblichen Videothekenpreisen mit Aufschlag. Da alles über die Telefonrechnung abgerechnet wird, sollte man immer im Auge behalten, dass es sich um bares Geld handelt, auch wenn ein Klick noch so einfach erscheint. Ganz spottbillig sind die Preise eben nicht.

Fazit:

Für nur 15 Euro Aufpreis zu Vodafone-DSL (oder 10 Euro als Neukunde) bekommt man ein Allround-TV Paket mit einer gut gefüllten Videothek, die nicht nur ältere Filme, sondern auch neue Blockbuster zu bieten hat. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist dabei unschlagbar, sowie auch die Vielzahl der Sender und Verfügbarkeit in hochauflösendem 1080i. Dolby Digital 5.1 Unterstützung, Aufnahmefunktion und die Kombinierbarkeit mit anderen Übertragunsarten tun ihr Übriges, um auf ganzer Linie zu überzeugen. Der Vodafone Support ist schnell und bietet in fast allen Fällen konsequente Lösungen. Die Kinderkrankheiten wurden mit dem letzten Firmwareupdate fast ausgemerzt, sodass ein umfangreiches und zuverlässiges System nun bereit steht, um dem Endverbraucher den besten Film- und Fernsehgenuss bereitzustellen. Voraussetzung für die HD-Funktion ist natürlich eine DSL 16.000 Anbindung, liegt man darunter, muss man sich mit SD-Qualität zufrieden geben.

Wer also ein IPTV-Angebot sucht und auch mit den DSL-Konditionen von Vodafone zufrieden ist, der sollte darüber nachdenken, sich Vodafone TV näher anzuschauen. Ich für meinen Teil bin jetzt schon fast zwei Jahre zufriedener Vodafone TV-Nutzer und werde den Service noch lange weiter in Anspruch nehmen.

Was meint ihr zu IPTV? Zukunftweisend oder nur ein Trend?
Was denkt ihr zu Vodafone TV? Habt ihr andere Erfahrungen gemacht?
Eure Meinung ist in den Kommentaren erwünscht.


kam06
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kam06
23. Jul 2012, 16:09 Uhr
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