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Linkin Park - Living Things
Rückbesinnung auf alte Qualitäten

(Image)Es gibt wohl nur wenige Bands, die einen deutlicheren Wechsel in ihrer Musik vollführt haben als Linkin Park. Doch den Kritikern zum Trotz hatten sie auch mit ihrem neuen Konzept in allen Belangen großen Erfolg. Nur die Fans aus alten Tagen sahen die Entwicklung ihrer Idole mit einem eher weinenden Auge. Mit ihrem neuesten Werk "Living Things" will die Band einen Bogen zwischen der Rückbesinnung auf alte Qualitäten und neuen Experimenten schlagen.
Nach ihren ersten beiden Alben "Hybrid Theory" und "Meteora", die noch stark im Nu-Metal verwurzelt waren, widmeten sich Linkin Park neuen Gefilden: Ihre beiden neueren Alben enthielten nur noch wenig Metal-Anteile aus alten Tagen. Ihr nun fünftes Studio-Album "Living Things", das nach einer zweijährigen Pause entstand, stellt eine weitere Kehrtwende ihrer Musik dar.

Dass sie es auch noch "laut" können, zeigen die sechs gleich im Opener "Lost In The Echo", in dem sie zwar ungewohnt elektronisch anfangen, aber alsbald ihren beiden Gitarristen die Hauptarbeit überlassen. Gerappte Strophen, gesungene Hooks, eine geshoutete Bridge - Linkin Park wie man sie aus alten Tagen kennt.
Doch im zweiten Lied des Albums orientieren sie sich sehr schnell wieder an ihren neuesten Werken, eher langweilig und poppig kommt deswegen auch "In My Remains" daher.
Mit "Burn It Down" findet man dann auch die erste Single-Auskoppelung, die auch eher poppig und massen-tauglich wirkt, und es so sogar zum ZDF EM-Song geschafft hat:


"Lies Greed Misery" setzt sich dann vollkommen von den anderen Songs ab, Shinoda rappt auf einen ausschließlich elektronischen Beat, auf Gitarren wird bis auf wenige Ausnahmen gegen Ende verzichtet. Trotzdem lässt sich erahnen, dass man hier wohl ein sehr taugliches Lied für Live-Auftritte geschrieben hat.
Linkin Park setzen auch weiterhin auf eine abwechslungsreiche Reihenfolge der Lieder, mit "I'll Be Gone" folgt nun wieder ein eher ruhigeres Lied, was sich auch in "Castle Of Glass" fortsetzt.
Das sehr kurze, aber umso heftigere "Victimized", bildet den Höhepunkt des Albums: Double-Bass Drums, Shouts und fette Gitarren - Fans der ersten Alben werden hier sicherlich voll auf ihre Kosten kommen.
(Image)
Mit "Roads Untraveled" und "Skin To Bone" findet man wieder zwei eher ruhigere Lieder, bevor "Until It Breaks" wieder die MC-Fähigkeiten von Shinoda zeigt. Er rappt hier auf einen ausschließlich elektrischen Beat, das Ende geht nahtlos in "Tinfoil" über, welches eher ein kurzes Interlude ist.
Den Abschluss des Albums bildet "Powerless", das nochmal kurz auf Gitarren setzt, aber trotzdem eher ruhig ausklingt.

Mit "Living Things" werden Linkin Park sicherlich ihre beachtliche Karriere fortsetzen und auch kommerziell wie schon zuvor äußerst erfolgreich sein. Mit den äußerst starken elektrischen Einflüssen lassen sich neue Fans gewinnen, die eher poppigen Balladen führen mit Sicherheit zu erfolgreichen Chart-Platzierungen, und die teilweise eingestreuten, härteren Klänge unterhalten auch die Fans aus dem Metal-Lager.
Wurde in den alten Alben gerade diese Vielschichtigkeit hervorgehoben, wirkt sie hier aber irgendwie etwas erzwungen, vor allem die sehr ausgewogene Reihenfolge von "Laut und Leise" wirkt zu berechnend.
Trotzdem hat man hier ein gutes Album, das man sicherlich jedem Fan nur empfehlen kann. Ob Aufgrund der äußerst vielen elektrischen Effekten die Live-Spielbarkeit der neuen Songs leidet, wird sich aber zeigen.



Chester
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Chester
25. Jun 2012, 07:26 Uhr
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